Steffen Henssler: Hensslers schnelle Nummer: 100 neue Rezepte zum Erfolgsformat

Gebundenes Buch, 24,00 Euro, 02. März 2021, 240 Seiten, Gräfe und Unzer Verlag GmbH, ISBN 978-3833877773

Eines vorweg: Ich mag Steffen Henssler nicht sonderlich – er ist mir zu laut und übertrieben. ABER: Wenn ich gelegentlich in Facebook auf seine „Hensslers schnelle Nummer“-Videos stoße, schaue ich gerne mal rein. Denn die dort gezeigten Gerichte sind wirklich einfach, schnell und lecker. Da dachte ich, die sind auch etwas für Reisende. Solche Gerichte habe ich dann auch im neuen Kochbuch erwartet. Ganz erfüllt hat das Buch meine Erwartungen allerdings nicht. Was mich schon beim Durchblättern gestört hat (ich habe als Rezensionsexemplar das eBook erhalten), waren die farbig hinterlegten Überschriften. Teilweise musste ich mehrmals hinschauen, um den Text entziffern zu können. Das hätte man grafische deutlich besser lösen können. Gut fand ich bei jedem Rezept die Piktogramme zu Anzahl der Zutaten, Kochzeit und „vegetarisch“. So bekommt man einen raschen Überblick. Doch auch hier hat die Grafik meiner Meinung nach nicht ihre beste Stunde gehabt: Piktogramme und Zutaten sind für meinen Geschmack zu fett und dominant dargestellt. Dafür ist das Rezept im Verhältnis recht klein geschrieben. Am Ende gibt es jeweils einen Tipp, wie man das Gericht verfeinern kann, welcher Trick zu einem besseren Ergebnis führt usw. Die Fotos zu den Rezepten finde ich etwas eintönig, es herrschen zwei Perspektiven vor, mal mit Tuch oder Besteck, meist aber ohne Deko. Die Gerichte selbst sind abwechslungsreich, von asiatisch bis mediterran, von amerikanisch bis orientalisch, aber auch deutsche Klassiker neu interpretiert. Mein erster Test war „Birne, Bohne, Speck“ – eine Kombination, die ich so noch nicht auf dem Tisch hatte. Es war wirklich sehr lecker. Mit Birnen im Haus folgte dann noch der „Forellenburger mit Birne“ – auch super. Allerdings sprechen mich nicht alle Rezepte gleichermaßen an, was bei einem Kochbuch jedoch normal ist.

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