Polenmarkt in Bad Muskau - Das etwas andere Shopping Erlebnis

Diesen Sommer war ich mit meinem Papa unter anderem in Bad Muskau. Auf dem Wohnmobil Stellplatz wurde uns vom Platzwart empfohlen, den „Polenmarkt“ zu besuchen. Da wir beide keine Ahnung hatten, was genau dahintersteckt, stürzten wir uns also ins Abenteuer.

Gespannte Neugier beim Spaziergang über Neiße und Grenze

Polenmärkte gibt es zu Hauf. Fast an jedem größeren Grenzübergang zwischen Deutschland und Polen findet man eine solche Einrichtung. Dennoch hatte ich bisher nicht das Vergnügen eines Besuchs gehabt. Und da man alles einmal ausprobiert haben muss, ließ ich mir den Tipp natürlich nicht entgehen. Als wir vom Reisemobil Stellplatz Richtung Innenstadt und dann über die Neiße spazierten, war ich dementsprechend gespannt, was mich da auf der anderen Seite erwarten würde.

Öffnungszeiten und Zollbestimmungen im Auge behalten

Es war gegen 15.30 Uhr, als wir die Grenze nach Polen überschritten. Am Vormittag hatte die Polizei noch auf der deutschen Seite gestanden und die Einhaltung der Zollbestimmungen bei den Einkäufern kontrolliert. Jetzt am Nachmittag war von den Beamten nichts mehr zu sehen. Anfangs wunderte uns das etwas, aber sobald wir auf dem Markt angekommen waren, erklärte sich der Umstand von selbst. Es hatten nämlich schon viele Stände geschlossen. Wir waren offensichtlich zu spät dran. Dabei hatte ich zuvor noch online recherchiert, dass bis mindestens 17.00 Uhr geöffnet sei. Ob dann morgens auch tatsächlich schon ab 9.00 Uhr etwas los gewesen war? Und ob wirklich auch an Sonn- und Feiertagen ein Besuch lohnte? Diese Öffnungszeiten hatten zumindest andere Reiseblogger angegeben.

Angebot reicht von A wie Alkohol bis Z wie Zigaretten – aber leider auch Hunde

Flächenmäßig erschien mir der Polenmarkt von Bad Muskau recht groß. Und selbst mit den ersten geschlossenen Ständen bot sich noch eine ordentliche Angebotsvielfalt. Ich entdeckte Lebensmittel, Taschen, Blumen, Gardinen, Zigaretten, Alkohol, Anglerbedarf, Korbwaren, Schuhe, Obst, Gemüse usw. Doch leider stand an einer Bude auch „Hunde“ angeschrieben. Gott sei Dank war der Verschlag verweist, ich wäre vermutlich durchgedreht, wenn ich tatsächlich Hunde angetroffen hätte. Diese Tierquälerei kann ich auf den Tod nicht ausstehen.

Selbst Handeln und Vergleichen führte bei uns nur zu enttäuschenden Einkäufen

Zu meiner Enttäuschung fand ich nichts, was mich irgendwie angesprochen hätte. Mein Papa nahm eine Packung Krakauer mit. Das war es dann auch schon mit unseren Einkäufen. Gerade im kulinarischen Bereich hatte ich auf ein paar Spezialitäten gehofft. Aber die Auswahl war minimal und der Käse lief in der Sonne schon von selbst aus dem Regal. Auch bei Kleidung wurde ich nicht fündig. Ich muss sagen, die Bazare in der Türkei hatten da mehr zu bieten. Und auch eine bessere Qualität. Doch das ist meine persönliche Einschätzung. Es kommt sicherlich darauf an, welche „Marken“ man sucht. Zudem sollte man unter den Anbietern vergleichen und sich auf sein Urteilsvermögen verlassen. Handeln gehört natürlich auch dazu, denn die anfangs aufgerufenen Preise ähneln noch dem Ladenpreis für Originalware.

Vom Parken, Benzin und Deutsch sprechenden Verkäufern

Für mich war der Besuch des Polenmarkts in Bad Muskau sicherlich ein Erlebnis, aber nicht sonderlich lohnenswert. Man muss alles einmal mitgemacht und gesehen haben. Deutsch sprachen übrigens alle Verkäufer, doch ihre Motivation ließ um diese Uhrzeit schon sehr zu wünschen übrig. Wir wurden kaum angesprochen und erst auf Nachfrage erhob sich der eine oder andere Standbesitzer aus seinem Campingstuhl. Lediglich bei Obst und Gemüse herrschte noch etwas mehr Aktivität, hier kauften auch noch Einheimische ein. Unterwegs sahen wir private Parkmöglichkeiten, die günstiger als in Bad Muskau waren. Hier konnte man teilweise ab einen Euro pro Tag stehen bleiben. Was uns allerdings verwunderte, waren die Benzinpreise. Wir konnten keine große Ersparnis feststellen. Dabei hatten wir bei unserem großen Tank im Wohnmobil auf einen rentablen Abstecher über die Grenze spekuliert.

 

Waren Sie schon mal auf einem Polenmarkt? Und dabei erfolgreicher als ich? Erzählen Sie davon!

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Kommentare: 1
  • #1

    Tina (Donnerstag, 23 März 2017 09:07)

    Ich kann nur davor Warnen dort Einkaufen zu gehen. Die Preise sind nicht der Qualität entsprechend. Außerdem, sollte man gleich nach dem Kauf in den Beutel sehen, ob auch das eingepackt wurde, was man glaubt gekauft zu haben, mir wurde eine ganz andere Jacke in den Beutel gepackt, als ich Bezahlt hatte. Weiterhin wurde ich gleich nach dem Kauf Freundschaftlich Umarmt und gedrückt, danach war meine Geldbörse weg. Für mich hat sich Polen erledigt. Dann lieber zu den Tschechen, da schmeckt wenigstens das Essen noch.