Bad Orb – Urlaub im Spessart für Geist und Körper

Auf dem Weg nach Erfurt machte ich im Juli 2015 einen kleinen Zwischenstopp in Bad Orb. Nicht weit vom Rhein-Main-Gebiet entfernt bot sich der nette Kurort für eine Übernachtung im Reisemobil an. Was eine Mitdreißigerin in diese Umgebung verschlägt? Naja, Ruhe und Entspannung werden heutzutage immer wichtiger. Und Bad Orb bietet mehr als Kurcafé und Kurschatten.

Wohnmobil Stellplatz direkt am Kurpark oder am Bahnhof

Nach der Anreise über die Autobahn boten sich zwei Stellplätze für das Wohnmobil an: am Bahnhof oder an der Toskana Therme. Die Entscheidung fiel auf die Therme. Die Stellplatzgebühr von 12 Euro pro Tag war sicherlich nicht günstig, aber vertretbar. Dabei war die Kurtaxe bereits inklusive. Strom hätte ein Euro für acht Stunden gekostet, Wasser ein Euro für 90 Liter. Direkt nach dem Start waren die Anschlüsse aber noch nicht notwendig. Der Stellplatz am Bahnhof hätte nur sieben Euro inkl. Kurtaxe gekostet, doch der Busbahnhof direkt nebenan schreckte etwas ab. Am Abend sollte sich die Entscheidung auch noch als goldrichtig erweisen, weil man gratis Mithörer eines Live-Konzerts wurde. Bei warmen Temperaturen machte draußen sitzen somit richtig Spaß.

Von Gradierwerk, Barfußfahrt, Kneippanlage und Therme - Eine Kutschfahrt bringt Sie überall hin

Vom Stellplatz aus startete dann auch der Rundgang durch die Stadt. Im Handumdrehen war man im Kurpark, wo ich mir das Gradierwerk genauer anschaute. Mehr dazu erfahren Sie in einem weiteren Artikel. Auch der Barfußfahrt und die Kneippanlage weckten mein Interesse und brachten großen Spaß. Unterwegs begegnete ich einer Kutsche, die man für eine Rundfahrt durch das Kurviertel hätte mieten können. Wenn ich mich recht entsinne, lagen die Preise bei 25 Euro für 30 Minuten Fahrt und 40 Euro für 60 Minuten Fahrt. Aufgeteilt auf mehrere Personen ein durchaus faires Preis-Leistungsverhältnis.

Die Altstadt entdecken - auf eigene Faust oder geführt

Die Altstadt von Bad Orb bestach vor allem durch ihre wunderschönen Fachwerkhäuser, aber auch die romantischen Brunnen und kleinen Gassen. Meine Diashow zeigt einige Details. Wenn man die Stadt genauer erkunden möchte, hilft der Flyer „Historischer Stadtrundgang“ weiter, den man hier herunterladen kann oder in der Tourist-Information erhält. Alternativ kann man sich die Stadtgeschichte auch zeigen und erzählen lassen. Entweder Sie nehmen an der Stadttour „950 Jahre in 95 Minuten“ teil oder Sie fragen nach den Nachtwächtertouren, die aber nur alle zwei Wochen stattfinden.

Mit Schmalspurbahn Emma unterwegs

Vom Bahnhof aus gibt es noch eine Besonderheit zu entdecken: die Schmalspurbahn Emma. Mit ihr geht es im Sommer sonn- und feiertags von Bad Orb nach Wächtersbach und wieder zurück. Ca. 45 Minuten dauert die Fahrt und kostet hin und zurück neun Euro für einen Erwachsenen. Leider war ich an einem Samstag dort, daher konnte ich Emma nicht live erleben. Aus anderen Fahrten mit Schmalspurbahnen weiß ich aber, wieviel Freude es machen kann.

Wandern und mehr - Angeln, Radfahren, Museum, Natur, Wildpark und Wanderbus

Nach einem Spaziergang Richtung Angelweiher gab es dann noch ein leckeres Eis. Damit war der Tag in Bad Orb leider schon vorbei. Aber laut dem Aushang am Stellplatz hätte es noch viel zu entdecken gegeben: Dort war die Rede von einem Museum auf den Spuren der Salzsieder, dem paradiesischen Haseltal, dem Wildpark oder einem Wanderbus, den ich auch am Busbahnhof inkl. Fahrradanhänger gesehen hatte. Der Kurort bietet also für jeden Geschmack und für jedes Alter etwas.

 

Schauen Sie doch mal vorbei! Es lohnt sich!

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