Santa Claus, Indiana – Weihnachten am laufenden Band

Auf einer Rundreise durch den östlichen Teil der USA kam ich zufällig nach Santa Claus, IN. Ein Schild auf der Autobahn zwischen Louisville, KY und St. Louis, MO pries das kleine Örtchen als Attraktion an. Da gerade Zeit für eine kurze Pause war, bog ich ab. Was ich dann erlebte, war wahrlich weihnachtlich.

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Die Heimat des Weihnachtsmanns

Santa Claus, IN war wirklich eine Überraschung. Denn ich hatte zuvor nie davon gehört. Dass es Orte auf der Welt gibt, die sich ganz und gar Weihnachten verschrieben haben, wusste ich schon. Aber mir war nicht bekannt, dass mitten in Indiana der Weihnachtsmann seinen Heimatort hat.

Alles dreht sich um Weihnachten

In Santa Claus, IN ist das ganze Jahr Weihnachten. Ob in den Vergnügungsparks, Geschäften oder im Postamt, ja selbst die Straßennamen entführen den Besucher in eine andere (Jahres)Zeit. Die Attraktionen heißen Holiday World & Splashin‘ Safari (längste Wasserachterbahn der Welt), Santa Claus Christmas Celebration (ersten drei Wochenenden im Dezember), Santa Claus Christmas Store (Weihnachtsdekoration das ganze Jahr), Santa Claus Land of Lights (größte Weihnachtsbeleuchtung in Nordamerika), Santa’s Candy Castle (freier Eintritt), Santa Claus Museum & Village (alles zum Thema Weihnachten), Christmas Lake Golf Course (TOP 75 Golfplatz in Amerika), Frosty’s Fun Center (Minigolfplatz), Santa’s Stables (Möglichkeit zum Reiten) oder Santa Claus Post Office (weltweit die einzige Post aus/von Santa Claus).

Mein Ausflug in die bunte Welt von Santa Claus

Im September 2013 lockte mich ein großer Weihnachtsmann als Werbeschild an der I64 zu einer kurzen Pause in das kleine, elf Kilometer entfernte Örtchen. Der Vergnügungspark hatte bereits geschlossen und es ging recht beschaulich zu. Es war wohl so außergewöhnlich, dass sich um diese Jahreszeit Touristen in den Ort verirrten, dass ich gleich angesprochen wurde. Ich hatte angehalten, um vor dem passend gestalteten Ortsschild ein Erinnerungsfoto von mir selbst zu machen. Kaum hatte ich mich positioniert und die Kamera auf den Selbstauslöser eingestellt, hielt ein großer Pick-Up-Truck am Straßenrand. Der Fahrer stieg aus und fragte mich, ob er mir beim Foto helfen solle. Das Angebot nahm ich gerne an. Dann erkundigte er sich noch, warum ich in Santa Claus, IN gelandet sei. Ich antwortete wahrheitsgemäß, dass mich das Schild an der Autobahn neugierig gemacht hatte. Er freute sich sichtlich und bedankte sich für den Besuch seines Heimatortes. Er wünschte mir einen schönen Aufenthalt sowie eine gute Weiterreise. Das fand ich schon mal ein besonderes Erlebnis.

Weihnachten bei 30 Grad im Schatten

Nachdem ich einige lustige Straßennamen entdeckt hatte, steuerte ich die Mitte des Ortes an, wo mich ein großer Parkplatz empfing. Direkt daran angrenzend befanden sich u.a. das Postamt und der Santa Claus Christmas Store. Es hatte gerade so um die 30 Grad Celsius, die Sonne stand hoch am Himmel und ich war in Top und Shorts unterwegs. Umso gegensätzlicher fühlte sich dann der Besuch des Ladens für Weihnachtsdekoration an. Und Amerikaner wissen definitiv, wie man an Weihnachten Häuser, Bäume und Wohnzimmer schmückt.

Der Santa Claus Christmas Store - Das Shoppingerlebnis beim Weihnachtsmann

Nachdem ich einige lustige Straßennamen entdeckt hatte, steuerte ich die Mitte des Ortes an, wo mich ein großer Parkplatz empfing. Direkt daran angrenzend befanden sich u.a. das Postamt und der Santa Claus Christmas Store. Es hatte gerade so um die 30 Grad Celsius, die Sonne stand hoch am Himmel und ich war in Top und Shorts unterwegs. Umso gegensätzlicher fühlte sich dann der Besuch des Ladens für Weihnachtsdekoration an. Und Amerikaner wissen definitiv, wie man an Weihnachten Häuser, Bäume und Wohnzimmer schmückt.

Ein Stück amerikanische Weihnachten fliegt nach Deutschland

Natürlich entdeckte ich auch ein paar kleine Souvenirs für zu Hause, die im Einkaufskorb landeten. An der Kasse kam ich beim Begleichen meiner Schulden mit der Kassiererin ins Gespräch. Sie fragte, woher ich kommen würde. Als sie Deutschland hörte, brach sie fast in Tränen aus. Sie erzählte, dass sie einige Male Austauschschüler aus Deutschland beherbergt habe und zu zwei Mädchen der Kontakt noch sehr intensiv sei. Sie seinen wie eigene Kinder für sie, auch wenn sie mittlerweile jenseits der 30 seien. Die Geschichte kannte ich doch nur zu gut. So hatte meine Leidenschaft für die USA begonnen, mit einem High-School-Jahr in der 11. Klasse. Und auch der Kontakt zu meiner Gastfamilie war noch sehr eng, ich war in den wenigen Monaten zum Familienmitglied geworden. Meine „Schwester“ vermisse ich heute noch jeden Tag aufs heftigste.

Weiterfahrt in Weihnachtsstimmung

Wir plauderten noch eine Weile über „gute alte Zeiten“. Dann wurde mir im klimatisierten Laden in meinem leichten Sommer-Outfit doch etwas frisch. Ich wollte wieder an die frische Luft, um mich in der Sonne aufzuwärmen. Zudem wartete noch ein Stück Strecke nach St. Louis, MO auf mich. Im Auto legte ich die eigentlich geplante Pause ein, dann ging es weiter Richtung Westen. Aber das ist eine andere Geschichte.

 

Waren Sie schon mal in Santa Claus, IN? Oder in einem ähnlichen Weihnachtsdorf? Wie haben Sie sich dort gefühlt?

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